So wird mit der gebogenen Schilfbeute gearbeitet

Die Schilfbeute gehort zu der Kategorie der Trogbeuten und wird im Warmbau betrieben. Sie besteht aus einem Raum, der mithilfe einer Trennwand vergrößert oder verleinert werden kann. Der Innenraum bietet Platz für 15 mobile Rähmchen. Die Rähmchen werden oben mit einem Bio-Leinentuch abgedeckt. Darüber liegt noch eine Dämmplatte aus Holzweichfasern. Diese wird durch ein Dach vor Regen geschützt.

Die Betriebsweise ist im Allgemeinen recht einfach und somit auch für Anfänger geeignet.

 

 

Besiedelung:

Die Beute kann mit einem Bienenschwarm oder mit einem Ableger aus einer anderen Schilfbeute besiedelt werden.

Den Schwarm schlägt man im vorderen Drittel der Beute ein. Man gibt ihm je nach Größe 4-7 Lehrrähmchen und setzt dahinter das Trennschied.

Die Bienen bauen diese nun innerhalb der nächsten Wochen aus. Je nach Wetter und Trachtlage, kann hinter dem Trennschied Futter angeboten werden. Sobald die ersten Rähmchen nahezu vollständig ausgebaut sind, erweitert man den Raum durch verschieben des Trennbrettes und gibt  einen Leerrahmen ein. So verfärt man weiter, bis der Bautrieb im Sommer endet.

Honigernte

Die Bienen lagern den Honig in den hinteren Waben ein. Wenn diese verdeckelt und frei von Brut sind, können sie geerntet werden. Hierzu nimmt man eine Honigwabe und setzt sie in den hinteren leeren Bereich der Beute. Die restlichen Waben werden mit dem Tuch abgedeckt das Trennschied wieder rangeschoben. Somit ist das Volk abgeschirmt und wird kaum gestört. Nun werden die aufsitztenden Bienen von der Honigwabe abgefegt. Diese fallen auf den Beutenboden und laufen zu ihren Volk in den vorderen Bereich. Diese Methode hat sich als sehr stressfrei für Bienen und Imker bewährt. Sollte die Beute mit Rähmchen voll bestückt sein, werden die Honigwaben in einer seperaten Holzkiste zwischengelagert um Platz im hinteren Bereich der Beute zu schaffen. Danach werden sie einzeln wie oben beschrieben abgekehrt.

Um die gebauten Waben nicht zerstören zu müssen,  können diese vorsichtig abgeschabt werden. Der so gewonne Honig wird etweder durch Auspressen vom Wachs getrennt, oder man lässt ihn durch einen Sieb oder ein Tuch austropfen. Der Rahmen mit der stehen gebliebenen Wachswand wird zurück ins Volk gegeben. Die Bienen tragen die Honigreste um und bauen die Wabe im Nu wieder aus.